In Japan gibt es zwei klassische Arten, Matcha pur zuzubereiten: Usucha, den „dünnen Tee“, und Koicha, den „dicken Tee“.
Für beide brauchst du nur Matcha und Wasser. Den Unterschied machen das Verhältnis und die Art, wie du den Bambusbesen führst. Hier siehst du, wie du beide zubereitest und welcher Matcha zu welcher Variante passt.
Usucha und Koicha im Vergleich
| Variante | Usucha (dünn) | Koicha (dick) |
|---|---|---|
| Matcha | 2 g (1 TL) | 4 g (2 TL) |
| Wasser | ca. 70 ml, 70–80 °C | 30–40 ml, ca. 80 °C |
| Technik | zügig im Zickzack aufschlagen | langsam kreisend kneten |
| Konsistenz | leicht, mit feinem Schaum | dickflüssig wie flüssiger Honig, ohne Schaum |
| Geschmack | frisch, rundes Umami | konzentriert, samtig, lang anhaltendes Umami |
| Passender Matcha | Ceremonial oder Okumidori | Okumidori oder Ceremonial |
Usucha: der dünne Tee für jeden Tag

Wenn jemand „Matcha pur“ sagt, meint er fast immer Usucha.
Er ist leicht, hat eine feine Schaumkrone und passt in jeden Morgen.
So geht’s:
-
Matcha in die Schale
2 g Matcha in eine Schale geben. -
Paste anrühren
Einen Schluck Wasser dazugeben und zu einer glatten Paste verrühren. -
Aufschlagen
Das restliche Wasser aufgießen. Den Besen locker aus dem Handgelenk im Zickzack bewegen, bis feiner Schaum entsteht.
Wie Usucha neben Latte und Iced Latte abschneidet, liest du in Matcha Varianten: pur, als Latte oder iced.
Koicha: der dicke Tee für besondere Momente

Bei einer japanischen Teezeremonie wird zuerst Koicha gereicht, oft aus einer gemeinsamen Schale. Erst danach folgt der leichtere Usucha.
Koicha wird nicht geschlagen, sondern geknetet. Dabei entsteht kein Schaum, sondern eine glänzende, dickflüssige Schale Tee. Weil so wenig Wasser darin ist, schmeckst du jede Nuance des Matcha.
So geht’s:
-
Matcha in die Schale
4 g Matcha in eine Schale geben. -
Erstes Wasser
Etwa die Hälfte des Wassers dazugeben, rund 15–20 ml. -
Kneten
Den Besen langsam in kreisenden Bewegungen durch den Matcha ziehen. Die Spitzen bleiben dabei nah am Boden. Knete so lange, bis eine glatte, glänzende Masse ohne Klümpchen entsteht. -
Fertig rühren
Das restliche Wasser dazugeben und weiter langsam rühren, bis der Tee dickflüssig ist wie flüssiger Honig.
Trink Koicha in kleinen Schlucken. Eine Schale reicht für einen ganzen ruhigen Moment.
Welcher Matcha passt zu Koicha?

Für Koicha zählt Qualität noch mehr als für Usucha. Nimm nur Matcha aus der ersten Ernte des Jahres.
Unser Matcha kommt von einer Familienfarm in Uji, mit der wir seit 2019 zusammenarbeiten. Jede Charge wird geprüft, bevor sie zu dir kommt.
Was du brauchst

- eine Schale mit breitem Boden
- einen Bambusbesen (Chasen)
- einen Bambuslöffel (Chashaku) oder einen Teelöffel
Weich den Besen vor dem Kneten kurz in warmem Wasser ein. So bleiben die feinen Borsten bei der dicken Koicha geschmeidig. Schalen, Löffel und Besen findest du in unserem Matcha Zubehör.
Welche Variante passt zu dir?
Für deine tägliche Tasse
Bereite Usucha zu.
Du willst deinen Matcha ganz pur erleben?
Probier Koicha.
Häufige Fragen
Was bedeuten Usucha und Koicha?
Usucha heißt „dünner Tee“, Koicha „dicker Tee“. Beides sind Arten, Matcha nur mit Wasser zuzubereiten.
Ist Koicha stärker als Usucha?
In einer Schale Koicha steckt etwa doppelt so viel Matcha bei halb so viel Wasser. Deshalb schmeckt sie deutlich intensiver.
Kann ich Koicha mit jedem Matcha zubereiten?
Nein. Koicha braucht Matcha aus der ersten Ernte. Für Latte und Iced Matcha eignen sich auch Sorten wie unser Traditional.
Warum hat Koicha keinen Schaum?
Weil du den Matcha langsam knetest statt schnell aufzuschlagen. So kommt kaum Luft in den Tee und er bleibt dickflüssig.
Brauche ich für Koicha einen eigenen Besen?
Nein, ein normaler Chasen reicht. Weich ihn vorher in warmem Wasser ein und führe ihn behutsam, dann hält er lange.






